NHL Playoffs 2019 – Kurzvorschau – Eastern Conference Final – Boston Bruins vs. Carolina Hurricanes

NHL Playoffs 2019 – Kurzvorschau – Eastern Conference Final – Boston Bruins vs. Carolina Hurricanes

Oh, Carolina?

Die ersten Runden

Boston benötigte zum Auftakt der Playoffs sieben Partien um die Maple Leafs zu besiegen. In der zweiten Runde gelang das Weiterkommen gegen die Columbus Blue Jackets bereits nach sechs Partien. Allerdings lag Boston in diesen Playoffs schon viermal in Rückstand. Nach größeren Schwierigkeiten gegen Toronto startet Boston mit einem Sieg in den Vergleich mit Columbus. Allerdings verloren die Bruins direkt die nächsten beiden Spiele. Mit drei gewonnen Partien hintereinander zogen die Bruins dann erstmals seit 2013 ins Conference Finale ein.

Carolina ist das letzte verbliebene Überraschungsteam im Osten. In der ersten Runde gelang durch ein Tor in der zweiten Verlängerung von Spiel sieben das Weiterkommen gegen den Meister aus Washington. Im anschließenden Vergleich gegen die New York Islanders waren die beiden Partien in New York sehr knapp. Mit 1:0 nach Verlängerung und 2:1 entführten die Hurricanes das komplette Heimrecht aus Brooklyn. Zurück in North Carolina siegten die Canes jeweils deutlich mit 5:2. Damit erreicht Carolina bei der ersten Playoffteilnahme seit 2009 auch direkt wieder das Finale im Osten.

Der direkte Vergleich

Zwei Serien gab es bisher zwischen Bruins und Hurricanes. 1999 siegt Bosten in der ersten Runde mit 4:2. 2009 benötigte Carolina sieben Partien in der zweiten Runde.

Von drei Vergleichen in der regulären Saison entschieden die Bruins zwei für sich, eine Begegnung dabei nach Verlängerung. Das Torverhältnis war ausgeglichen 10:10.

Vorteil Boston

  • 16 unterschiedliche Torschützen – Trotz einer dominanten Reihe kann bei den Bruins aktuell jeder treffen.
  • 93,8 % Fangquote, 2,02 Gegentore pro Spiel – Tuuku Rask ist in Topform und absolvierte alle 13 Spiele der Bruins.
  • 28,6 % Überzahlquote sind der beste Wert der Playoffs

Vorteil Carolina

  • Mit 56,47 % Corsi for bei 5gg5 hatte Carolina den höchsten Anteil der verblieben Teams in den Playoffs.
  • Curtis McElhinney hielt 94,7 % der Torschüsse und kassierte nur 1,56 Tore im Schnitt, seitdem er den verletzten Petr Mrazek in Spiel zwei gegen die Islanders ersetzte.
  • 3,09 Tore pro Spiel sind der beste Wert der vier noch aktiven Mannschaften.

Problem Boston

  • In Runde eins sieben Spiele, in Runde zwei sechs – die Bruins haben zwei Partien mehr als die Hurricanes in den (alten) Knochen.
  • 33,5 Torschüsse pro Spiel ließen die Bruins bisher zu. Nur Toronto und Calgary waren schlechter.
  • Nur 49,78 % der hochkarätigen Torchancen bei gleicher Spielerzahl gehörten den Bruins.

Problem Carolina

  • 75 % Unterzahlquote sind der schlechteste Wert der verbliebenen Mannschaften. zusammen mit St. Louis.
  • 8,45 Strafminuten pro Partie sind nicht viel, entsprächen aber im Schnitt vier Powerplaychancen für die Bruins.
  • 50 % Faceoffquote könnten zu wenig sein. Boston hat mit 53,1 %, den besten Wert der Conference Finalisten.

Die Prognose

Carolina konnte die Serie gegen New York deutlich gewinnen, obwohl die Serie mit den Capitals nur zwei Tage vor Spiel eins gegen die Islanders endete. Jetzt sehen die Vorzeichen umgekehrt aus. Die Hurricanes sind ausgeruht, während Boston deutlich mehr Mühe mit den Blue Jackets hatte. Außerdem fehlt den Bruins in der ersten Begegnung Charlie McAvoy gesperrt. Das ist die große Chance für die Canes direkt Zweifel in Boston zu säen.

Aber woran sollten die Bruins zweifeln? Zwar verliefen die Serien gegen Toronto und Columbus nicht reibungslos, aber letztlich setzte sich Boston gegen beide Konkurrenten durch. Dazu ist das Überzahlspiel bisher überragend, und das Penalty Killing der Bruins zumindest solide. Auf der Torhüterposition sind beide ähnlich gut aufgestellt, wobei Rask deutlich erfahrener ist, als die Kombination Mrazek/McElhinney. Sowohl offensiv, als auch defensiv ist die Besetzung der Bruins ebenfalls deutlich prominenter. In den 16 unterschiedlichen Torschützen sind bei Boston auch fünf verschiedene Spieler mit 4 oder mehr Toren enthalten. Zur Tiefe kommt auch die Qualität an der Spitze des Kaders.

Allerdings hat z.B. Sebastian Aho (4 Tore, 3 Vorlagen gg. Boston in der regulären Saison) gezeigt, dass die Hurricanes Spieler in ihren Reihen haben, die den Bruins gefährlich werden könnten.

Dennoch ist Boston das bessere und reifere Team. Für den Kern der Bruins sind diese Playoffs zudem die vielleicht letzte Gelegenheit, noch einmal einen Stanley Cup zu gewinnen. Von den Sharks abgesehen, sind alle verbliebenen Mannschaften schlechter einzuschätzen. Das gilt auch und gerade für Carolina. Boston siegt in sechs Spielen.

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