Wir haben eine Geschichte zu erzählen! – Die Hamburg Towers starten in ihre erste Spielzeit

Turnschuhe quietschen, der Boden bebt vom Dribbling der Bälle, die Ringe wackeln und das „Swischhhh“, das bei einem perfekten Wurf vom Basketballnetz erzeugt wird, ist immer wieder zu hören. Die Hamburg Towers haben zum ersten offiziellen Pressetraining geladen. Noch findet die Einheit in der Sporthalle der Universität Hamburg statt. Erst in ein paar Wochen geht es in der umgebauten Blumenhalle der internationalen Gartenaustellung los. Am 19. Oktober, findet das erste Heimspiel der Towers in der Arena in Wilhelmsburg statt.

Die Stimmung ist gut unter den Spielern und bei Trainer Hamed Attarbashi. Wenn der Trainer Anweisungen gibt, dann hören die Spieler aufmerksam zu. Trotzdem bleibt auch Zeit für den ein oder anderen Flachs. Spätestens bei der Dunking-Show für die Pressefotografen wird erkennbar, dass sich in Hamburgs Süden ein wirkliches Team entwickelt. Die Spieler jubeln, klatschen und lachen wie eine Gruppe Teenager auf einem Betonplatz an der frischen Luft.

Überhaupt sind die Towers nicht zu vergleichen mit dem anderen großen Projekt im deutschen Basketball. Während beim FC Bayern in München vor allem von der übermächtigen Fußballabteilung profitiert wurde, sind die Towers eher der bodenständige Gegenentwurf. Trotzdem glaubt Geschäftsführer Pascal Roller an den Erfolg der Hamburg Towers.

 

Pascal Roller: „Großstadt bietet Risiko, aber auch Potenzial!“

Auch durch die Bayern sei eine mediale Aufmerksamkeit für den Basketballsport in Deutschland entstanden, die große Chancen bietet. „Basketball hat sich in den letzten Jahren extrem weiterentwickelt“ sagt der ehemalige Aufbauspieler der Frankfurt Skyliners.  „Ich glaube daran, dass Basketball auch in Hamburg ein Thema sein kann, vor allem mit der Geschichte, die wir erzählen.“

Pascal Roller - Geschäftsführer der Hamburg Towers

Pascal Roller – Geschäftsführer der Hamburg Towers

Aufkommende Euphorie im sportlichen Bereich bremst Roller aber noch: “Wir haben einen Kader zusammengestellt der Spiele gewinnen kann. Was aber nicht heißt, dass wir im ersten Jahr mit einer konkreten sportlichen Zielsetzung in die Saison gehen. Wir fangen einfach bei null an in vielen Bereichen.“ Sich in der zweiten Bundesliga etablieren heißt das wohl. Vor allem Zuhause in Wilhelmsburg möchten die Towers einige Siege einfahren.

 

Profiabteilung letzter Schritt im Gesamtkonstrukt Hamburg Towers

Die Geschichte der Towers begann 2006. Damals wurde die Inselakademie in Wilhelmsburg gegründet. Die Nachwuchsschule ermöglicht Sport-Sozialarbeit für Jugendliche im multikulturellen Stadtteil in Hamburgs Süden. Außerdem kooperieren die Towers mit anderen Vereinen im Jugendbereich, damit junge Talente ausreichend Spielpraxis bekommen. Der Start der Profiabteilung der Towers in der PROA, der zweiten Bundesliga im deutschen Basketball, ist nur der der logische letzte Schritt am Basketballstandort Hamburg.  „Wir sind mit im Endeffekt jetzt mit den Towers jetzt an dem Punkt, das wir jetzt etwas zeigen was seit sieben Jahren aufgebaut wurde.“

Hamed Attarbashi - Cheftrainer der Hamburg Towers

Hamed Attarbashi – Cheftrainer der Hamburg Towers

Und das in Hamburg den Worten auch Taten folgen zeigt ein Blick auf den Kader der Hanseaten. 8 der 13 Spieler sind „Hamburger Jungs“. Auch Cheftrainer Hamed Attarbashi ist gebürtiger Hamburger. Nach seiner Zeit als Co-Trainer bei den Eisbären Bremerhaven in der ersten Bundesliga, ist Attarbashi bei den Hamburg Towers erstmals der Hauptverantwortliche im sportlichen Bereich. Dennoch scheint der 37-jährige genau der richtige Trainer für die Towers zu sein, verfügt er doch über langjährige Erfahrung im Nachwuchs- und Jugendbereich. Die Integration von Spielern aus der Inselakademie sollte damit reibungslos funktionieren.

Es macht den Eindruck als hätten die Towers an alles gedacht, um die eigene Geschichte weiterzuschreiben. Hoffentlich war die bisherige Entwicklung nur das Vorwort zu einer großen Erfolgsgeschichte.

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1 Comment

Durant88

about 6 Jahren ago

Klasse Artikel, Top Initiative! Weiter so ;) Die Saison hat auch ideal begonnen. Hamburg gehört definitiv zur Basketballelite dazu.

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